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„Dosen spielen bei uns eine große Rolle“: Prof. Dr. Hermann Bühlbecker, Alleininhaber der Lambertz-Gruppe, im Interview

Es ist Anfang Dezember. Das Weihnachtsgeschäft der Firma Lambertz in Aachen erreicht seinen Höhepunkt. Bis zum Weihnachtsfest werden in Deutschland rund 85.000 Tonnen Lebkuchen verkauft werden. weissblech-kommt-weiter.de hat sich mit Professor Dr. Hermann Bühlbecker zum Interview getroffen. Er erzählt, warum für den Verkauf von Lebkuchen, Dominosteinen und Printen die Verpackung entscheidend ist und warum Weißblech dabei eine wesentliche Rolle spielt.

Prof. Dr. Hermann Bühlbecker, Alleininhaber der Lambertz-Gruppe, im Interview mit weissblech-kommt-weiter.de Lambertz setzt auf Tradition, und das nicht ohne Grund, denn die Produkte sind durch Herkunftsbezeichnungen geschützt. Als solches ist das Unternehmen dem Verbraucher gegenüber regelrecht verpflichtet, Jahr um Jahr gleichbleibende Produkte anzubieten. Das betrifft vor allem die Aachener Printen, die Nürnberger Lebkuchen und den Dresdener Stollen. „Bei diesen Produkten darf man im Grunde gar nichts ändern, weil der Verbraucher eine ganz klare Erwartungshaltung an sie hat“, erklärt Bühlbecker. Einzig bei der Verpackung habe das Unternehmen Variationsmöglichkeiten.

Aber hier zeigt sich eindeutig, dass auch die Anforderungen an eine Verpackung auf keinen Fall trivialer Natur sind. Verpackungen müssen nicht nur modern und anspruchsvoll aussehen. „Bei der ganzen Diskussion um Nachhaltigkeit vergisst man heute, dass sich ein Produkt in der Verpackung halten muss, damit der Verbraucher auch über viele Monate hin eine garantierte Qualität des Produkts hat“, so Bühlbecker. Hinzu käme, dass viele Produkte international verkauft und per Container verschickt würden – da müsse eine Verpackung garantieren, dass die Produkte haltbar bleiben.

Nachhaltigkeit ist aber dennoch ein großes Thema bei Lambertz. Sämtliche Rohstoffe und alles, was mit ihnen zusammenhängt, wird im Unternehmen auf den Nachhaltigkeitsaspekt hin untersucht. Sei es die Schokolade, die generell das Fairtrade-Siegel trägt. Oder die Bio-Rohstoffe, die für eine große Bandbreite an Bio-Produkten eingesetzt werden.

Doch die Lambertz Gruppe steht eben nicht nur für ihre süßen Leckereien, sondern auch für wunderschöne Schmuckdosen aus Weißblech, in denen die Produkte verkauft werden. Und das hat Tradition: Lambertz schaut auf eine 333-jährige Firmengeschichte zurück und seit jeher verpackt das Unternehmen seine Waren in Weißblechdosen. Eine schöner als die andere. "Die Dosen aus der Vergangenheit sind Zeitzeugen vergangener Jahrhunderte", sagt Bühlbecker und hält dabei eine Gebäckdose in den Händen, die es so schon 1850 gab. "Und diese Dosen spielen bei uns eine große Rolle", betont er. Lambertz setzt jedoch nicht nur wegen der Schönheit und Formbarkeit auf Weißblechdosen. Sie garantieren vor allem Haltbarkeit und Schutz des verpackten Produkts. Außerdem, unterstreicht Bühlbecker, liegt ihr Vorteil darin, dass sie zu 100 Prozent recycelbar sind.

Bei der Ästhetik bewahrt Lambertz ein Stück Tradition, denn alte Dosen-Designs werden immer wieder aufgelegt und verkaufen sich noch heute. Ihre Beständigkeit ist enorm: Viele Menschen sammeln diese Schmuckdosen oder nutzen sie, um darin Kleinigkeiten aufzubewahren. Und die Dosen gehen um die ganze Welt: Waren es früher die Könige, die sich mit den Lambertz-Dosen schmückten, sind es heute Politiker, Staatsoberhäupter und Prominente. "Da, wo die Großen dieser Welt sind, da ist Lambertz und da sind wir mit diesen Blechdosen natürlich", fügt Hermann Bühlbecker hinzu.