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Weißblechrecycling: “Wir wissen, was mit unserem Material passiert”

Weißblech gehört zu den am meisten recycelten Verpackungsmaterialien. Damit das auch in der Zukunft so bleibt, kümmert sich die DWR - Deutsche Gesellschaft für Weißblechrecycling darum, die über die dualen Systeme erfassten und sortierten Weißblechverpackungen zu bündeln, aufzubereiten und als Qualitätsschrott einem hochwertigen Recycling zuzuführen. Kurzum: Die DWR stellt sicher, dass sich der Materialkreislauf des Verpackungsstahls immer weiterdreht.

Aus der Küche bis ins Stahlwerk

Der Kreislauf beginnt für uns Verbraucher meist in unserer heimischen Küche. Haben wir eine Lebensmitteldose für ein leckeres Gericht entleert, werfen wir sie in den gelben Sack oder in die gelbe Tonne. Die Müllabfuhr bringt sie und alle weiteren Verpackungen in die Sortieranlagen der dualen Systeme. Dort werden die Weißblechverpackungen mit Hilfe eines Magnetschneiders aus dem Gemisch der verschiedenen Wertstoffe herausgeholt.

Jetzt kommt die DWR ins Spiel: Die Deutsche Gesellschaft für Weißblechrecycling kauft den gebrauchten Weißblechschrott an und lässt ihn in eine Aufbereitungsanlage transportieren. “Das Weißblech aus den Sortieranlagen ist zum Teil noch verunreinigt mit Restinhalten, Etiketten oder anderen Verpackungsmaterialien. Das hat im Stahlwerk alles nichts zu suchen. Wenn das einfach mit eingeschmolzen würde, wären die Emissionen einfach zu hoch. Daher wird der Weißblechschrott zuerst aufbereitet, das heißt, er wird geschreddert und die Fremdstoffe werden entfernt”, erklärt Andreas Knein, Geschäftsführer der DWR.

Der zu Paketen gepresste Weißblechschrott wird dann ins Stahlwerk gebracht, dort eingeschmolzen und zusammen mit Eisenerz, Kohle und Kalkstein zu neuem Stahl.

Weißblechrecycling: Eine nachhaltige Sache

Da der Schrott im Stahlwerk immer und immer wieder und ohne Qualitätsverluste zu neuen Stahlprodukten wiederverwertet wird, kann man jedes Stahlwerk auch als ein Recyclingwerk bezeichnen. „Außerdem sparen wir mit jeder Tonne Stahl- und Eisenschrott Eisenerz, Kohle und Kalkstein ein. Das sind wertvolle Ressourcen der Erde, die wir dann eben nicht verbrauchen. Zudem sparen wir durch den Einsatz von recyceltem Stahl 70 Prozent Energie. Und natürlich reduziert sich auch der CO2-Ausstoß erheblich ”, so Knein.

Anders als andere Verpackungen wird Weißblech regional verwertet. Die Wege zwischen Sortieranlage, Aufbereitungsanlage und Stahlwerk werden möglichst kurzgehalten. Andere Verpackungsmaterialien wie Kunststoff werden hingegen oft ins Ausland verschifft, wo anderen überlassen wird, was damit geschieht. „Beim Weißblech ist das nicht der Fall – wir kontrollieren, was mit dem Material passiert und führen es gezielt in den Stahlkreislauf zurück”, fügt Knein hinzu.

Du kannst mitentscheiden!

Als Verbraucher hast du es in der Hand, jede Dose und jede Weißblechverpackung zu einem wertvollen Rohstoff zu machen. Entsorge Lebensmitteldosen, Kronkorken, Aerosoldosen, den Drehverschluss von Gemüsegläsern und andere Weißblechverpackungen daher immer im gelben Sack oder der gelben Tonne.

Weißblechrecycling in Zahlen:

  • 508.200 Tonnen Weißblechverpackungen waren 2019 in Deutschland im Umlauf
  • 463.000 Tonnen Weißblechverpackungen wurden 2019 aus Haushalten und Gewerbe/Industrie stofflich wiederverwertet - das entspricht einer Recyclingrate von 91,1 Prozent
  • 441.000 Tonnen Weißblechverpackungen wurden 2019 alleine in den Haushalten verbraucht und entsorgt

Was heißt eigentlich:

  • Recyclingfähigkeit: Anteil an einem spezifischen Verpackungstyp, der tatsächlich recycelt werden kann.
  • Recyclingquote: Anteil des Abfalls, der tatsächlich recycelt wird. Sprich Verhältnis der Menge der tatsächlich recycelten Altmaterialien zur Summe der in den Markt gebrachten Materialien.