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Erhalten Lebensmittel in Dosen wirklich so wenige Vitamine?

Lebensmitteldosen und Vitamine – das passt doch nicht zusammen: Diese Meinung ist unter Verbrauchern leider weit verbreitet. Das haben wir in einer Umfrage in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut YouGov herausgefunden. Hierfür wurden mehr als 2.000 Personen in Deutschland befragt. In der Umfrage zeigt sich: Um die Vorurteile zu entkräften, braucht es Aufklärung. Denn das Gute steckt in der Tat in der Dose.

Enthalten Lebensmittel aus der Dose viele Vitamine? Die Mehrheit der Befragten, nämlich 53 Prozent, stimmen in der YouGov-Umfrage der Aussage „Lebensmittel aus der Dose enthalten viele Vitamine“ nicht zu. 14 Prozent geben zu, dass sie es schlichtweg nicht wissen, was wirklich noch in Lebensmitteln aus der Dose steckt. Aber hat die Mehrheit wirklich recht? Wir wollten es genau wissen und haben daher bei Ökotrophologin, Food-Journalistin und Kochbuchautorin Inga Pfannebecker nachgefragt. Im Interview mit weissblech-kommt-weiter.de antwortet sie auf die Frage, ob das stimmt: „Nein. Gemüse und Obst aus der Dose werden frisch vom Feld, direkt nach der Ernte verarbeitet, in die Dose gebracht und schonend haltbar gemacht. Das geht heute sehr schnell. So bleiben viele Nährstoffe enthalten. Oft sogar mehr, als wenn die frischen Lebensmittel durch längere Lagerung im Supermarkt und zu Hause von Tag zu Tag immer mehr Vitamine.“

Eine Nährwertuntersuchung, die das SGS Institut Fresenius im Auftrag der Initiative Lebemsmitteldose durchführte, stellt ebenfalls fest: „Gemüse aus der Dose hat einen vergleichbar hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt wie frisches Gemüse, das nach haushaltsüblichen Methoden gegart wurde.“ Zudem fand die Untersuchung heraus, dass bei einigen Gemüsesorten aus der Dose die Werte der untersuchten Nährstoffe sogar über denen der frisch zubereiteten Produkte lagen. Tomaten und Sauerkraut aus der Dose enthielten beispielsweise besonders viel Vitamin C und konnten die Werte der frisch zubereiteten Lebensmittel übertreffen.

Trotz der Annahme, in Lebensmitteln aus der Dose würden weniger Vitamine stecken, greifen deutsche Verbraucher dennoch gern zu Gemüse in Dosen. Danach gefragt, welche Lebensmitteldosen bei ihnen im Vorratsschrank stehen, geben die Befragten an, Gemüse in Dosen im Haus zu haben – Platz 1 mit 48 Prozent. Auf Platz zwei folgen Fischdosen mit 42 Prozent. Suppen und Eintöpfe in Weißblechdosen landen mit 40 Prozent auf dem 3. Platz.

Dass Gemüse aus der Dose so weit vorn steht, wundert uns nicht. Auch Inga Pfannebecker schätzt die Vorteile: „Hülsenfrüchte zum Beispiel muss man nicht einweichen oder vorkochen, da sie schon gegart sind. Man muss sie auch nicht mehr lange erhitzen, kann sie einfach am Ende mit zum Eintopf geben oder auch kalt als Salat verwenden. Da spart man jede Menge Zeit.“

Die Lebensmittel in Dosen können nach Meinung der Ökotrophologin außerdem noch mit weiteren Vorteilen punkten: „Sie sind sterilisiert und enthalten weder Keime, noch kommt Licht und Luft an das Produkt. Auch das schont die Inhaltsstoffe und macht die Produkte flexibel einsetzbar und lange haltbar.“ Sie kommt zu dem Schluss, dass Lebensmittel aus der Dose eine wichtige Komponente bei der Ernährung sind: „In den Lebensmitteln stecken viele Nährstoffe und es ist eine gute Möglichkeit, Lebensmittel auf Vorrat zuhause zu haben, mit denen man schnell und flexibel etwas zubereiten kann. Kombiniert mit frischen Lebensmitteln wird es dann zu einem optimalen Mix.“

Das komplette Interview mit vielen weiteren spannenden Fakten rund um die gute Inhaltsstoffe der Lebensmittel aus der Weißblechdose findest du hier. Die Kochbuchautorin kocht mit uns auch ein leckeres Shakshuka mit weißen Bohnen aus der Dose - das Rezept dazu findest du hier.